Freitag 12.04.2024
Lindenhof, ab 17:00
Freitag 12.04.2024
Lindenhof, ab 17:00
Das Zentralkomitee der Zünfte Zürichs lädt seit 1991 – aus Anlass der 700-Jahrfeier der Eidgenossenschaft – jedes Jahr einen Kanton als Gast ans Sechseläuten nach Zürich ein. Der Gastkanton präsentiert sich auf dem Lindenhof mit einer Ausstellung, einem bunten Unterhaltungsprogramm und kulinarischen Spezialitäten. Am Kinderumzug und am Umzug der Zünfte zum Feuer nimmt der Gast mit einer eigenen Delegation und traditionellen, typischen Umzugssujets teil.
Im 2024 wird der Kanton Appenzell Ausserrhoden zum ersten Mal Gast am Zürcher Sechseläuten sein und den für 2021 geplanten, aber wegen der Pandemie verschobenen Besuch Realität werden lassen. Im Kanton Appenzell AR sind Traditionen stark verbreitet und werden auch fleissig gelebt. Beste Voraussetzungen also für einen sehenswerten Auftritt am traditionellen, grössten Schweizer Volksfest in Zürich. Während des gesamten Wochenendes werden sich die Ausserrhödler auf dem Lindenhof präsentieren, am Sonntag mit einer starken Delegation am Kinderumzug teilnehmen und am Montagnachmittag am Sechseläuten-Umzug mit verschiedenen Formationen mitmarschieren.

Samstag, 13.04.2026
Lindenhof ab 10:00
Zünfte oder interzünftige Gruppen veranstalten am Samstagabend des Sechseläuten-Wochenendes verschiedene Bälle. Einige Zunftbälle finden auch ausserhalb des Sechseläutens statt. An diesen Bällen können ausschliesslich Mitglieder der Gesellschaft zur Constaffel und der Zünfte mit ihren Begleiterinnen teilnehmen.
Sonntag, 14.04.2026
Start Bellevue 14:30
Der Kinderumzug ist ein integraler Teil des Sechseläuten-Wochenendes und steht allen Kindern zwischen 5 und 15 Jahren aus der Umgebung von Zürich offen. Er findet jeweils am Sonntagnachmittag statt. Jedes Jahr nehmen rund 3´000 Kinder, begleitet von 800 Musikanten von Jugendmusikgruppen aus der Region Zürich am Umzug teil. Alle Kinder tragen am Umzug eine Tracht oder ein historisches Kostüm. Die Umzugsreihenfolge entspricht der historischen Einordnung der Kostüme. Bekleidungen aus allen Epochen können bei der „Kommission Kinderumzug“ kostengünstig gemietet werden. Der Umzug wird durch die Gruppe „Weltoffenes Zürich“ mit Kindern aus der Region in Kostümen fremder Kulturen und Regionen abgeschlossen. Nach dem Kinderumzug erhalten die Kinder ein Zvieri-Säckli und ein Bhaltis.
Die Anmeldung zum Kinderumzug ist ab sofort möglich unter Das Fest / Teilnahme Kinderumzug.
Auf dem ganzen Umzug werden die teilnehmenden Kinder von Umzugsbegleitern (Chäfer genannt) betreut. Die Chäfer sind dunkel gewandete junge Frauen und Männer aus Zünftersfamilien und an ihren hellblauen Kravatten und Foulards mit Chäfermotiv erkennbar. Sie nehmen die Kinder im Aufstellungsraum in Empfang, betreuen sie während dem Umzug und beim Zvieri und übergeben sie nachher wieder den Eltern.
Auch Kinder mit Behinderungen sind am Kinderumzug herzlich willkommen. Sie werden – wie auch die anderen Kinder – einzig durch die Umzugsbegleiter der Organisation betreut. Vorausgesetzt wird, dass sich die Kinder fremdbetreuen lassen und sich sowohl im Umzugs-Rummel als auch im Trommel-Lärm wohlfühlen. Es besteht eine beschränkte Teilnehmerzahl.
11:00 Uhr, Ökumenischer Familien-Sechseläutengottesdienst in der Kirche St. Peter
Für Festbesucher und Familien mit Kindern (mit und ohne Kostüm) findet vor dem Kinderumzug (11.00-12.00 Uhr) in der Kirche St. Peter ein ökumenischer Familiengottesdienst statt. Mitwirkende: Spielsektion UOV Zürich der Gesellschaft zur Constaffel, Pfrn. Cornelia Camichel, Pfr. Lars Simpson sowie Pfr. René Berchtold.
14:00 Uhr
Besammlung am jeweiligen Aufstellungsort. Nummer und Ort können der jeweiligen Teilnahmekarte entnommen werden. Bitte pünktlich erscheinen. da der Umzug für alle Gruppen um 14:30 Uhr am jeweiligen Aufstellungsort beginnt. 14.30 Uhr Abmarsch der Spitze am Utoquai/Bellevue.
Route
Die Route ist rund drei Kilometer lang und führt vom Bellevue über die Quaibrücke – General-Guisan-Quai (bis Höhe Kongresshaus) – Kontermarsch zurück zur Quaibrücke – Limmatquai – Rudolf-Brun-Brücke – Bahnhofstrasse – Kappelergasse – Fraumünsterstrasse – bis auf den Münsterhof. Der Kinderumzug findet bei jeder Witterung statt.
Zvieri
Die Kinder erhalten unmittelbar nach dem Umzug ein Zvieri-Säckli und ein Bhaltis.
Kinderrückgabe
Ab 15.30 Uhr verlassen die Kinder das Ziel auf dem Münsterhof. Die Eltern sind gebeten, die Kinder umgehend abzuholen. Das Eintreffen ist in Marschreihenfolge. Es werden Tafeln mit der Aufstellungsnummer hoch gehalten. Im Anschluss an den Umzug finden bei guter Witterung auf dem Münsterhof ein Platzkonzerte statt.
Montag, 15.04.2026
Umzugs-Start 15:00
Rund 3´500 Zünfter in ihren farbenfrohen Kostümen, Trachten und Uniformen, über 350 Reiter, rund 50 ausschliesslich von Pferden gezogene Wagen und gegen 30 Musikkorps ziehen am Sechseläuten-Montag über Bahnhofstrasse und Limmatquai zum Sechseläutenplatz, wo die Verbrennung des Bööggs stattfindet. Der Zug zum Feuer ist ein sehenswertes Grossereignis, welches jedes Jahr Zehntausende von Zuschauern in die Stadt Zürich und Hundertausende vor die Fernsehbildschirme lockt.
Routenplan:
Rund 120 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Militär, Kultur und Sport sind am Zug der Zünfte dabei und freuen sich auf Blumen und Applaus. Die komplette Liste aller Ehrengäste finden Sie ab März 2026 im Umzugsprogramm, das dem Sechseläuten-Magazin beigelegt ist. Die Liste kann auch unter «Media» heruntergeladen werden.
Wie wird das Wetter in Heiden und wird der Sommer so werden, wie die Brenndauer des Bööggs voraussagt?
Zürich, 22. Juni 2024
Heute wird in Heiden der Böögg verbrannt
Die Geschichte ist bekannt. Am Sechseläuten 2024 konnte der Böögg wegen starken Windböen nicht verbrannt werden. Es kam, wie es kommen musste: Seither ist es meist nass und grau. Nun wird heute Abend im appenzellischen Heiden die Böögg-Verbrennung nachgeholt. Allerdings bleibt Petrus hart: Es fällt kräftiger Regen bei maximal 16 Grad.
Heute wird nun endlich der Zürcher Sechseläuten-Böögg verbrannt. Da am diesjährigen Sechseläuten der Kanton Appenzell Ausserrhoden Gastkanton war, findet die Verbrennung in Heiden, hoch über dem Bodensee, statt. Heute Vormittag gibt es noch kurze sonnige Abschnitte, und es ist noch meist trocken. Im Laufe des Nachmittages und speziell am Abend kommen aber immer häufiger kräftige Regengüsse auf. Beim Anzünden des Bööggs um 18 Uhr durch Landammann Yves Noël Balmer, die Zürcher Regierungspräsidentin Nathalie Rickli und den ZZZ-Präsidenten Felix Boller zeigt das Thermometer frische 16 Grad, und bis um 20 Uhr gehen die Temperaturen auf 12 Grad zurück. Dazu ist es windig mit Böen bis 45 Kilometer pro Stunde, 80 Kilometer pro Stunde wie am Sechseläuten gibt es aber nicht! Auf jeden Fall sieht es nach einer langen Brenndauer des Bööggs aus, und so findet der Sommer 24 womöglich gar nie statt!
Kurze Rückblende
Am Montag, 15. April fand das alljährliche Sechseläuten in Zürich statt. Wie immer war um 18 Uhr die traditionelle Verbrennung des Bööggs geplant. Obwohl sich die Sonne im Laufe des Umzuges immer besser durchsetzte, war an eine Verbrennung des Bööggs nicht zu denken. Heftige Sturmböen fegten durch die Limmatstadt, so dass die Gefahr viel zu gross war, dass Holzwolle oder im Extremfall sogar Böller des Bööggs ins Publikum geflogen wären. Zum Zeitpunkt der Bööggverbrennung wurden im Norden der Stadt Zürich 84 Kilometer pro Stunde Windgeschwindigkeit gemessen. Dies war dort der achthöchste Aprilwert seit Inbetriebnahme der Wetterstation. Auf dem Sendemast auf dem Zürichberg wurden zu jenem Zeitpunkt sogar 107 Kilometer pro Stunde gemessen.
Die Böögg-Legende
Gemäss Volksmund soll der Böögg ein guter Wetterprophet sein. Je kürzer die Brenndauer, desto sonniger und wärmer soll der Sommer werden. Soweit die Legende! Rein wissenschaftlich ist die Regressionsgerade allerdings leicht negativ, also würde sogar das Gegenteil zutreffen, wenn auch mit grosser Streubreite. So war 2023 beispielsweise der Totalflopp des Bööggs. Nach der längsten Brenndauer überhaupt, mit satten 57 Minuten, gab es den drittwärmsten Sommer nach 2003 und 2022. Auch 2022 hielt der Böögg lange den Flammen stand (38 Minuten), der Sommer war trotzdem heiss. Umgekehrt war es 2003: Der Böögg verbrannte in knapp 6 Minuten, und wir erlebten in der Folge den «Jahrhundertsommer». Die Nichtverbrennung des Bööggs in diesem Jahr wurde aber durch die Wettergötter hart bestraft. Noch selten gab es so wenig Sonnenschein und fast täglich fiel Regen. Wetterbesserung wäre also mehr als nur willkommen. Und noch ein Fakt: Das letzte richtige Hochdruckgebiet hatten wir vom 9. bis 14. April über der Schweiz, also just vor dem Sechseläuten. Diese Fakten wird der «Appenzeller Böögg» für sich in Anspruch nehmen. Bleibt nur die Hoffnung, dass 2025 alles besser wird. Das Sechseläuten findet im kommenden Jahr am Montag, 28. April statt.
Nächstes Böögg-Wetter: Montag, 21. April 2025
Für weitere Auskünfte:
Felix Blumer, SRF METEO Mobile: 079 237 80 20
Weil der Böögg am Sechseläuten-Montag, 15. April 2024 wegen starken Windböen nicht angezündet werden konnte, wird die Böögg-Verbrennung im Gastkanton Appenzell Ausserrhoden nachgeholt.
Start Festbetrieb mit Festzelt für 900 Personen sowie Festbänken in unmittelbarer Nähe des Festplatzes bei der Streuliwiese, entlang der Seeallee, sowie auf dem Kirchplatz für 5’000 Personen.
Lokale Marktstände, Musik, Gesang und Unterhaltung sowie geselliges Beisammensein unter dem Motto „Ein Fest der Begegnung und Freundschaft“
Empfang der Ehrengäste im Kursaal Heiden
Begrüssung und kurze Ansprachen (Landammann AR, ZZZ-Präsident, Regierungspräsidentin von Zürich)
Vorbereitung der Bööggverbrennung auf der Streuliwiese
«Bewachung» des Bööggs durch die historischen Landjäger der Kantonspolizei Zürich
Landsgemeindelied, Sechseläutenmarsch (gespielt vom interzöiftigen Zunftspiel aus 5 Zunftspielen mit über 70 Musiker)
«Umritt» der Zünfter der Zunft zur Schneidern mit Steckenpferden
Der Böögg wird von Yves Noël Balmer, Landammann Appenzell-Ausserrhoden, Natalie Rickli, Regierungspräsidentin Kanton Zürich und Felix H. Boller, Präsident ZZZ, nach dem 6. Schlag der Kirchturmuhr Heiden im gemeinsamen Zusammenwirken angezündet.
Anschliessend Festbetrieb mit lokalen Markständen, Musik, Gesang und Unterhaltung sowie geselliges Beisammensein bis ca. 23.00 Uhr.
Zusätzlich zum Festzelt sind entlang der Seeallee sowie auf dem Kirchplatz Ess- und Getränkestände verteilt. Chäshörnli und Siedwurst sowie Grillwürste werden angeboten.